Naturgarten

Jungpflanzen selbst aufziehen

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Jungpflänzchen selbst aufziehen
Ob Gemüse-,Salat- oder Blumensetzlinge, aus einem Samenkorn selbst aufgezogene Pflanzen sind etwas Besonderes. Es ist immer ein kleines Wunder mit anzusehen, wie aus einem winzigen Samenkorn unter        unserer Pflege eine große, kräftige Pflanze wird.




Wichtige Voraussetzungen fürs Gelingen
1. Das richtige Saatgut kaufen
- biologisch
- sortenrein
- regional produziert und daher an unsere Region angepasst

Tipp: Gutes Saatgut erhältlich beim Saatgutfestival in München einmal im Jahr (meist im März) im Ökologischen Bildungszentrum München  (ÖBZ), Engelschalkinger Str. 166, 81027 München oder www.dreschflegel-saatgut.de
Vorsicht: Saatgut aus dem Baumarkt, Supermarkt oder Gartencenter stammt meist aus Restbeständen großer Saatgutlieferanten (Bayer) und ist häufig nicht an unsere Region angepasst. Es ist meist nicht sortenrein, d.h. die daraus entstehenden Pflanzen können nicht mehr in der gleichen Form weitervermehrt werden und in der Regel nicht biologisch.

2. Pflanzerde selbst herstellen
Erde aus dem Garten mit 1/3 Sand vermischen (abmagern), damit die Keimlinge nicht zu schnell wachsen und instabil werden.
Die Erde ca. 20 Minuten bei 60 Grad im Backofen erhitzen, um Beikräuter und Krankheitserreger abzutöten.
Die "sterilisierte" Erde in Aufzuchtstöpfchen füllen.
Vorsicht: Pflanzerde aus dem Baumarkt, Gartencenter oder Supermarkt enthält häufig Torf!

3. Säen
Jeweils 1-2 Samen pro Töpfchen dünn mit "sterilisierter" Erde bedecken.
Die Töpfe auf die Fensterbank oder ins Gewächshaus stellen.
Feucht und warm halten.

4. Pflegen, abhärten und umpflanzen
Die kleinen Pflanzchen, wenn nötig, mit kleinen Holzstäbchen (Schaschlikspieße) abstützen.
Täglich (an nicht zu kalten Tagen) ein paar Stunden ins Freie stellen.
Evtl. in größere Gefäße umtopfen oder, wenn die Außentemperatur es zulässt, ins Freie setzen.

Überzählige Pflänzchen an andere Gärtner/innen verschenken


Monilia Fruchtfäule

Monilia Fruchtfäule title=

Monilia ist ein Pilz
Er tritt bei Äpfel, Birnen, Pflaumen, Aprikosen, Kirsche und Pfirsich v.a. bei feucht-warmer Witterung auf.
Was kann man dagegen tun?
1. Absammeln der Früchte vom Baum
2. Aufheben der befallenen Früchte vom Boden
3. Bei starkem Fruchtbehang Fruchtausdünnung
4. Bewuchsfreie Baumscheibe anlegen
5. Bäume schneiden (Winter- und Sommerschnitt)
6. Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des Baumes durch vorbeugende, pflanzenstärkende Spritzungen mit Zwiebeltee
7. Bodenprobe und bedarfsgerechte Düngung des Baumes
Befallene Früchte niemals in den Gartenkompost geben
Unsere kleinen Komposthaufen im Garten erreichen nicht die notwendig hohe Temperatur, um den Pilz abzutöten.
Befallene Früchte sollten daher nur über den Biohausmüll entsorgt werden. Bei industrieller Kompostierung wird die erforderliche Hitze erreicht. Hände, Handschuhe und Schnittwerkzeuge müssen nach Kontakt mit Monilia desinfiziert werden (mit einem Desinfektionsmittel, das auch gegen Pilze wirkt.)
Zwiebeltee
10 g frische, gehackte Zwiebel mit 1 Liter heißem Wasser übergießen und 24 Stunden ziehen lassen. Unverdünnt 1 x wöchentlich über das noch unreife Obst am Baum sprühen
 


Salatköpfe schießen schneller, als man sie essen kann

Salatköpfe schießen schneller, als man sie essen kann title=

Wie kann man das verhindern?
Die richtige Sorte pflanzen
Herbstsalate
sind Langtagspflanzen, die, wie der Name sagt, einen langen Tag brauchen, um zur Blüte zu
gelangen („zu schießen“.)
Im Herbst, wenn die Tage kürzer werden, reicht die       Tageslänge zum Blühen nicht aus, sodass diese Salate nicht oder nicht so  schnell „schießen“.
Herbstsalate niemals im Sommer pflanzen

Sommersalate
sind dagegen Kurztagspflanzen. Sie blühen (schießen),
wenn die Tage kürzer werden. Im Sommer, wenn die Tage länger sind, schießen sie selten. Erst im Herbst blühen sie, wenn man sie lässt.
Sommersalate niemals im Herbst pflanzen
     


Extreme Trockenheit vermeiden
Durst haben bedeutet Stress. Die Pflanzen versuchen noch rechtszeitig, bevor sie verdursten, für Nachwuchs zu sorgen, um ihre Art zu erhalten. Sie beginnen zu blühen („zu schießen“).
Bei Trockenheit Salate viel und nachhaltig gießen
 
Wenig düngen
Salate sind „Schwachzehrer“. Sie benötigen sehr wenig Stickstoff und andere Nährstoffe. Bei Überdüngung beginnen sie vorzeitig zu blühen.
Salate wenig düngen (1 Schaufel Kompost pro Quadratmeter reicht vor dem Säen/Pflanzen reicht)

 


Gespinstmotten

Gespinstmotten title=
Gespinstmotten title=

Gespinstmotten - es sieht schlimmer aus, als es ist
Im späten Frühjahr sind viele Bäume und Sträucher am Wegrand mit einem silbrig-glänzenden Gespinst überzogen. Bei genauerem Hinsehen erkennt man in dem durchsichtigen Netz kleine hellbraune Raupen, die unter dem Schutz des „seidigen Schleiers“ die Äste kahlfressen. Nach einiger Zeit wandern die Raupen an einem Faden bis zum Boden, wo sie sich verpuppen. Anfang Juli schlüpfen dann weiße, schwarz-gepunktete Falter aus den Puppen. Diese paaren sich und legen ihre Eier in die Knospen der Bäume, wo sie bis zum nächsten Frühjahr geschützt überdauern.
Für die Bäume am Wegrand ist dieses Phänomen, das Jahr für Jahr unterschiedlich stark auftritt, nicht weiter schlimm. Im Juli treiben die Bäume wieder neue Blätter aus und alles ist in Ordnung.

Was  tun, wenn Bäume im Garten befallen sind?
Gelassen bleiben und abwarten!
Nur sehr schwache Bäume haben mit Gespinstmotten ein Problem.
Das Phänomen verschwindet innerhalb 1-2 Wochen. 

Die Gespinste zusammen mit den Maden absammeln.
Sind die Maden weg, können sie keinen Schaden mehr anrichten und sich nicht vermehren.
Lebensraum für natürliche Feinde (z.B. Vögel) schaffen
Das gelingt in einem naturnahen Garten ohne Chemie